Fehler, die beim SaaS-Softwareentwicklungsprozess vermieden werden sollten

02 November 2025

SaaS, also Software as a Service, hat sich zu einem der am schnellsten wachsenden Modelle in der heutigen Softwarewelt entwickelt. Unternehmen verwalten ihre Prozesse nun mit cloudbasierten Diensten, anstatt teure Hardware oder Lizenzen zu erwerben. Die Entwicklung eines SaaS-Produkts erfordert jedoch weit mehr als die Entwicklung einer gewöhnlichen Webanwendung. Bei Ohne die richtige Planung können selbst die besten Ideen zu nicht skalierbaren Plattformen mit geringer Sicherheit und schlechter Benutzererfahrung führen.

Der erste Schritt für Boutique-Softwareunternehmen, um sich bei SaaS-Projekten von der Masse abzuheben, ist die richtige Architekturplanung. Die zu Beginn der Entwicklung getroffenen Entscheidungen hinsichtlich der Infrastruktur bestimmen die Zukunft des Projekts. Monolithische Strukturen mögen zunächst einfach erscheinen , können jedoch mit steigender Nutzerzahl zu Leistungsproblemen führen. Aus diesem Grund bietet eine mikroservicebasierte Architektur langfristig eine nachhaltigere Struktur.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, mit dem Entwicklungsprozess zu beginnen, ohne die Bedürfnisse der Nutzer ausreichend analysiert zu haben . SaaS-Produkte richten sich in der Regel an ein sehr breites Nutzerprofil. Aus diesem Grund sollte man mit dem MVP-Ansatz (Minimum Viable Product) beginnen und in der ersten Phase nur die Grundfunktionen entwickeln. Mit zunehmender Reife des Systems sollten anhand von Nutzer-Feedback neue Funktionen hinzugefügt werden. Andernfalls verlängern komplexe und unbenutzte Module die Entwicklungszeit und erhöhen die Kosten.

Bei SaaS-Software gehören Datensicherheit und Zugriffskontrolle zu den wichtigsten Themen. Die Daten jedes Benutzers sollten separat gespeichert und die Identitätsprüfungsprozesse (OAuth2, JWT, SSO usw.) sicher verwaltet werden. Darüber hinaus stellt das Anbieten eines SaaS-Produkts ohne Backup- und Notfallwiederherstellungspläne ein ernstes Risiko für die Marke dar. Die Einhaltung von Datenschutzstandards wie der DSGVO oder KVKK ist auch auf internationalen Märkten obligatorisch geworden.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Vernachlässigung des Skalierbarkeitsplans. SaaS-Systeme werden in der Regel mit dem Ziel eines schnellen Wachstums eingerichtet. Mit steigender Nutzerzahl können jedoch Datenbankverwaltung, Cache-Systeme und Serverressourcen unzureichend werden. Aus diesem Grund muss die Infrastruktur von Anfang an für eine horizontale Skalierung ausgelegt sein . Die von Cloud-Dienstleistern (AWS, Azure, Google Cloud) angebotenen automatischen Skalierungslösungen bieten hier einen großen Vorteil.

Die Benutzererfahrung (UX/UI) ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für den Erfolg von SaaS . Komplizierte Menüs, schwer verständliche Bildschirme oder langsam ladende Seiten führen zum Verlust von Nutzern. Je einfacher und intuitiver die Benutzeroberfläche eines SaaS-Systems ist , desto höher ist die Zufriedenheit der Nutzer. Insbesondere die Mobilkompatibilität ist mittlerweile keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.

Darüber hinaus ist auch das Preismodell im SaaS-Entwicklungsprozess eine strategische Entscheidung. Mitgliedschaftsbasierte, nach Nutzerzahl oder nach Nutzungsumfang (usage-based) gestaffelte Preise bieten jeweils unterschiedliche Vorteile. Eine falsche Preispolitik kann selbst ein gutes Produkt hinter die Konkurrenz zurückfallen lassen. Daher ist es ein schwerwiegender Fehler, die Preisgestaltung ohne Marktforschung festzulegen.