Sicherheit und Datenschutz in Softwareprojekten: Aus der Perspektive kleiner Unternehmen

Datenschutz und Sicherheit
06 Oktober 2025

In der digitalisierten Welt sind „Daten“ mittlerweile das wertvollste Gut. Jeden Tag werden Millionen von Benutzerinformationen, Kundendaten und Finanzdaten mithilfe von Softwaresystemen verarbeitet. Dies stellt jedoch insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ein ernstes Risiko dar. Denn diese Unternehmen, die meist nicht über die Sicherheitsinfrastruktur großer Unternehmen verfügen, werden zum Ziel von Cyberangriffen.

Sicherheit ist in einem Softwareprojekt nicht nur eine Funktion, die in der letzten Phase hinzugefügt wird, sondern ein architektonisches Element, das von Beginn des Entwurfs an berücksichtigt werden muss . Butik-Softwarefirmen haben einen großen Vorteil, da sie während des Projektentwicklungsprozesses sowohl Flexibilität als auch Sicherheit gewährleisten können. Seit 2026 sind Datenschutz und Cybersicherheit nicht mehr nur Aufgabe der IT-Teams, sondern aller, die am Softwareentwicklungsprozess beteiligt sind.

Die grundlegendsten Maßnahmen für die Datensicherheit sind Verschlüsselung und Zugriffskontrolle. Die verschlüsselte Speicherung von Benutzerdaten, die Beschränkung des Zugriffs auf autorisierte Personen und die aktive Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierungssystemen machen einen großen Unterschied. Insbesondere in mobilen Anwendungen sorgt eine sichere Sitzungsverwaltung (wie JWT, OAuth 2.0) für den Schutz der Benutzerdaten.

Diese Schritte bilden die erste Verteidigungslinie des Systems gegen Cyberangriffe.

Ein weiteres wichtiges Thema sind Datensicherungs- und Notfallwiederherstellungspläne. Für den Fall eines Angriffs, eines Systemausfalls oder eines Datenverlusts sollten regelmäßige Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, damit das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit wieder betriebsbereit ist. Cloud-basierte Lösungen bieten in diesem Zusammenhang sowohl Flexibilität als auch Kostenvorteile.

Kleine Unternehmen unterliegen häufig dem Irrglauben, dass „unsere Daten nicht wichtig sind“. Tatsächlich sind für Cyberangreifer jedoch die Schwachstellen des Systems von Interesse. Selbst eine einfache Phishing-E-Mail kann das gesamte Netzwerk eines Unternehmens beeinträchtigen. Daher ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter ein wesentlicher Bestandteil der Softwaresicherheit.

Darüber hinaus ist die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wie dem KVKK (Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten) und der DSGVO nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch ein Zeichen für die Zuverlässigkeit einer Marke. Die zulässige Erhebung von Nutzerdaten, die Einrichtung von Mechanismen zur Einholung der ausdrücklichen Einwilligung und die Festlegung klarer Aufbewahrungsfristen für Daten sind sowohl eine rechtliche als auch eine ethische Verpflichtung.

Schließlich sollte jedes Softwareprojekt regelmäßig Pen-Tests (Penetrationstests) und Vulnerability Scans durchlaufen. Diese Tests ermöglichen es, Schwachstellen des Systems proaktiv zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, bevor ein Angriff stattfindet.