Was ist MVP? Wie erstellt man ein Minimum Viable Product für Ihr neues Softwareprojekt?

Online-Schulung
05 November 2025

Die Entwicklung eines erfolgreichen Produkts in der Softwarewelt beginnt nicht mehr nur mit einer guten Idee, sondern wird mit der richtigen Strategie umgesetzt. Eine der wichtigsten Strategien ist dabei das „MVP”, also das (Minimum Viable Product) (minimal funktionsfähiges Produkt). MVP ist die erste Version einer Software, die nur die Grundfunktionen enthält und in einem frühen Stadium auf den Markt gebracht wird, um getestet zu werden.

Das Ziel besteht darin, vor großen Investitionen zu prüfen, ob die Idee tatsächlich von den Nutzern nachgefragt wird, und die Ausrichtung des Produkts anhand von echtem Feedback festzulegen.

Bei traditionellen Softwareentwicklungsmethoden wurde das Projekt erst dann dem Nutzer präsentiert, wenn es vollständig fertiggestellt war. Dies führte sowohl zu Zeitverlust als auch zu unnötigen Kosten. Der MVP-Ansatz hingegen folgt der Logik „zuerst ausprobieren, dann weiterentwickeln“. So kommt das Projekt mit einem kleinen Budget schnell auf den Markt und So kann das Projekt mit einem kleinen Budget schnell auf den Markt gebracht und entsprechend den Reaktionen der Nutzer verbessert werden.

Wenn Sie beispielsweise eine mobile Anwendung entwickeln, können Sie zunächst eine Version erstellen, die nur die wertvollsten Funktionen enthält. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, das tatsächliche Nutzerverhalten zu beobachten und erhalten zuverlässige Daten über die Zukunft des Projekts.

Der MVP-Prozess ist nicht nur eine technische Entscheidung, sondern auch eine Produktentwicklungsphilosophie. Für ein erfolgreiches MVP müssen die folgenden drei Elemente ausgewogen sein:

  • Wert: Das Produkt muss dem Benutzer einen echten Nutzen bieten.
  • Umfang: Unnötige Funktionen sollten nicht in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.
  • Feedback: Die Erfahrungen der Nutzer sollten in die Gestaltung der nächsten Version des Produkts einfließen.

Für Boutique-Softwareunternehmen bietet MVP insbesondere für Start-ups mit begrenztem Budget große Vorteile. Dank ihrer flexiblen Strukturen können kleine Teams ihre Ideen in viel kürzerer Zeit umsetzen. Dies ermöglicht sowohl eine schnelle Lieferung an den Kunden als auch eine frühzeitige Positionierung auf dem Markt.

Der MVP-Entwicklungsprozess umfasst in der Regel die folgenden Schritte:

  • Ideenvalidierung: Es wird klargestellt, welches Problem das Produkt lösen soll.
  • Zielgruppenanalyse: Es wird definiert, für wen das Produkt entwickelt wird.
  • Festlegung der grundlegenden Eigenschaften: Es werden Eigenschaften ausgewählt, die ein Mindestmaß an Funktionalität gewährleisten.
  • Prototypentwicklung: Es wird eine einfache, aber funktionsfähige Version der Anwendung erstellt.
  • Testen und Feedback: Die Nutzer testen das Produkt, und anhand ihres Feedbacks wird es weiterentwickelt.

Wenn Sie beispielsweise ein E-Commerce-System einrichten, können Sie sich in der ersten Version zunächst nur auf die Module „Produktliste “ und „Bestellung erstellen“ konzentrieren und anschließend je nach Nutzerverhalten Funktionen wie Warenkorb, Kampagne oder Empfehlungsmaschine hinzufügen.

Dieser Ansatz spart nicht nur Zeit und Geld, sondern minimiert auch Risiken. Denn anstatt alle Ressourcen in eine Idee zu investieren, die möglicherweise scheitern könnte, geht man in kleinen Schritten vor.

Ab 2026 wird der MVP-Ansatz in Softwareentwicklungsprozessen nicht mehr nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit sein. In einem sich schnell verändernden Markt haben Unternehmen, die die Bedürfnisse der Nutzer schnell testen, einen Wettbewerbsvorteil.